Die Geschichte von Bremer Hafen bis Bremerhaven

Die freie Hansestadt Bremen sah ihren Hafen und damit eine wichtige wirtschaftliche Existenzgrundlage durch die zunehmende Versandung der Weser bedroht. Zum handeln gezwungen kaufte Bürgermeister Dr. Johann Smidt dem Königreich Hannover ein eher unbedeutend erscheinendes Stück Land an der Wesermündung ab um hier 1827 die Siedlung Bremerhaven als bremischer Vorhafen zu gründen.
Im Zusammenhang mit der 1832 einsetzenden Auswanderungswelle gab es hier 1847 der erste regelmäßige Schiffsverkehr zwischen Europa und Amerika. Mehr als 7 Mio. Menschen nahmen im größten Auswanderer Hafen Europas Abschied von alten Kontinent. Ihr Start in eine ungewisse Zukunft, mit all ihren Erwartungen, Hoffnungen aber auch ihren Ängsten sind ein Teil Stadtgeschichte.
 
Fast parallel dazu gründete Hannover 1845 am südlichen Geesteufer den Hafen Ort Geestemünde, es wurden moderne Hafenanlagen angelegt die zu einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung führten. Mit der Inbetriebnahme der Geestebahn gab es 1862 einen Eisenbahnanschluss nach Bremen. Neben Handel und Industrie entwickelte sich die Hochseefischerei zu einen wichtigen Standbein den 1891-96 erbauten und 1921-25 erweiterten Fischereihafen verdankt Bremerhaven seinen Spitznamen Fischtown.
Schnell wachsend hat Geestemünde 1888 mit der Eingliederung von Geestendorf etwa 15tausend, 1912 bereits 27tausend Einwohner. 1920 kam Wulsdorf hinzu, durch den Zusammenschluss mit Lehe 1927 entstand die Stadt Wesermünde, 1939 erfolgte schließlich der Anschluss Bremerhavens an Wesermünde.
 
Als amerikanischer Nachschub Hafen für Deutschland wurde Wesermünde 1947 in Bremerhaven umbenannt und Teil des neuen Bundeslandes freie Hansestadt Bremen.Mit seiner eigenen Stadtverfassung hat Bremerhaven seitdem eine große Eigenständigkeit mit einigen Rechten die sonnst nur Bundesländern zustehen.
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