Der Fischereihafen
Bevor es den Fischereihafen gab landeten die Fischdampfer ihre Fänge an der Geeste an. Die Händler versuchten mit Preisabsprachen die Preise nach unten zu drücken, da sich die Fischer das aber nicht bieten lassen wollten kam es 1888 zu der ersten Fischauktion in Geestemünde.
Der erste Teil, der heutige Fischereihafen1 wurde 1891-96 erbaut, mit der 1925 fertiggestellten Doppelschleuse wurde der Hafen dann Tiden unabhängig,da es an den Anlagen immer enger wurde erbaute man 1926-28 den heutigen Fischereihafen2, ab 1929 war die Halle X mit ihren Fischauktionen viele Jahre lang der Mittelpunkt des Hafens.
Heute gibt es diese Fischauktionen immer noch aber kein Händler muss weite Anfahrtswege in kauf nehmen da man bequem per Internet und Telefon daran teilnehmen kann.
Mit den Jahren sah es mit der deutschen Hochseefischerei aber immer schlechter aus, heute sind es meist Isländer die ihren Fang schon tiefgefroren anlanden. Der Fischereihafen wandelte zu einen Zentrum der Lebensmittelindustrie einerseits, anderseits aber auch zu Marktplatz für Einheimische und Touristen. Viele der Frischfisch verarbeitenden Betriebe verkaufen ihre Produkte auch direkt, manchmal hat man den Eindruck der Aal, der zappelt ja noch.
Rund um die 1907 erbaute Packhalle IV entstand Anfang der 90er Jahre das Schaufenster Fischereihafen, es entwickelte sich zu einen Besuchermagnet der weit über die Grenzen Bremerhavens hinaus bekannt ist, umgeben von Räuchereien, Gastronomie und Einzelhandel gibt es hier einen Trawler als Museumsschiff, ein Theater, und auch das Meerwasser Aquarium "Atlanticum", mittendrin auf den Marktplatz laden etliche Veranstaltungen die die Besucher zum verweilen ein.
In letzten Jahren haben sich diverse Betriebe aus der Windenergie Branche für den Fischereihafen als Standort entschieden, diverse Werke befinden sich in der Bauphase, mittlerweile kommt es wieder einmal zu einen Platzmangel so das Bremerhaven sich wieder einmal an Hannover wegen neuer Flächen wenden muss.